top of page

Artikel 4: Achtsamkeit im Alltag – Kleine Schritte, große Wirkung

17. Aug.
2 Min. Lesezeit

In der Hektik des Alltages gerät das Bewusstsein für den Moment manchmal in den Hintergrund. Zwischen Terminen, Nachrichten und To-do-Listen verlieren wir uns leicht in Gedanken über die Zukunft oder die Vergangenheit. Achtsamkeit ist einen Weg zurück ins Hier und Jetzt – und kann ganz einfach sein.


Was Achtsamkeit bedeutet

Achtsamkeit ist mehr als eine Entspannungstechnik. Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung des aktuellen Moments, ohne ihn zu bewerten. Das bedeutet nicht, dass wir keine Gefühle haben sollen oder alles positiv sehen müssen. Es geht mehr darum, unseren Körper, seine Empfindungen, unsere Gefühle und Gedanken so anzunehmen, wie sie sind – ob angenehm oder unangenehm.


Einfacher gesagt: wir nehmen uns die Zeit bedingungslos "Ja!" zu uns selbst und der Welt um uns herum zu sagen. Wir machen Frieden mit allem, was ist.


In der Coaching-Praxis begegne ich manchmal Menschen, die sich abgetrennt fühlen entweder von sich selbst oder von den Menschen um sie herum. Sie fühlen sich merkwürdig fremd oder allein ohne erkennbaren "objektiven" Grund. Sie erzählen manchmal auch von Autopilot-Phasen, in denen sie handeln, ohne wirklich präsent zu sein. Achtsamkeit unterbricht diesen Mechanismus und erneuert und stärkt die Verbindung zum eigenen Selbst.


Zwei einfache Übungen für den Alltag


1. Die bewusste Atempause

Mache Dir bewusst, dass der energiereiche Saustoff in der Luft von den Pflanzen stammt, die ihn ausgeatmet haben. Und dass die Pflanzen für die Photosynthese das Kohlendioxid als Nahrung einatmen und daraus der Kohlenstoff Ihrem Wachstum dient und erneut wieder Sauerstoff entsteht. Ganz real sind die Pflanzen und wir in einem Kreislauf verbunden, in dem wir uns gegenseitig Nahrung bzw. Energie schenken. Setze dich für drei Minuten hin und verbinde Dich in Gedanken und mit Dankbarkeit mit den Pflanzen. Beobachte Deinen Atem, wie die Luft ein- und ausströmt, ohne sie zu steuern. Beim Einatmen nimmst Du frische Energie als Geschenk der Pflanzen in Dich auf. In der Atempause wandelst Du das Geschenk in Dir um. Im Ausatmen schenkst Du den Pflanzen Ihre Nahrung.


Diese Übung kannst du überall durchführen: im Bus, am Schreibtisch oder vor dem Einschlafen.


2. Das bewusste Essen

Bei der nächsten Mahlzeit nimm dir Zeit. Schau dir das Essen an, rieche daran, spüre die Konsistenz im Mund. Kau langsam und achte auf die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Diese Übung verbindet dich nicht nur mit deinem Körper, sondern fördert auch ein gesünderes Essverhalten. Erinnere Dich mit Freude oder Dankbarkeit daran, dass das Essen auf Deinem Teller unter anderem das Werk anderer Menschen ist sowie die gespeicherte Lebensenergie anderer Formen des Lebens enthält. Genieße die Geschenke des Lebens an Dich und segne die Gaben der anderen Wesen.


Langfristige Effekte regelmäßiger Praxis

Studien zeigen, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis die Stressresistenz erhöht, die emotionale Regulation verbessert und sogar die Konzentrationsfähigkeit stärkt. Im Coaching-Kontext hilft Achtsamkeit Klienten, ihre automatischen Reaktionsmuster zu erkennen und bewusstere Entscheidungen zu treffen.

Wichtig ist dabei: Achtsamkeit ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, 'gut' zu sein oder lange zu meditieren. Schon fünf Minuten am Tag können einen spürbaren Unterschied machen. Der Schlüssel liegt in der Regelmäßigkeit, nicht in der Dauer.


Fazit

Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die trainiert werden kann – und jeder Schritt zählt. Beginne mit kleinen Übungen und integriere sie nach und nach in deinen Alltag. Du wirst merken, wie sich dein Blick auf die Welt verändert und wie viel mehr Raum für bewusste Entscheidungen entsteht.

 
 
 

Kommentare


bottom of page